Mobilität

Wie gestalten wir eine nachhaltige und komfortable Mobilität?
Im Themenfeld MOBILITÄT befassen sich die Teilnehmer*innen mit der Frage, wie die Mannheimerinnen und Mannheimer in ihrer Stadt in Zukunft nachhaltig und komfortabel von A nach B kommen.
UrbanLab #1
Im UrbanLab #1 wurden berufstätige Pendler*innen, Senior*innen und Schüler*innen als wichtige Nutzergruppen identifiziert. Ein zentrales Bedürfnis ist die Erreichbarkeit verschiedener Ziele und in diesem Zusammenhang die Kombinierbarkeit von Verkehrsmitteln.
Den detaillierten Bericht zum Themenfeld MOBILITÄT aus UrbanLab #1 können Sie hier herunterladen.
UrbanLab #2
Im UrbanLab #2 wurde zusammengetragen, was die Teilnehmer*innen in Gesprächen mit Nachbar*innen, Kolleg*innen und Bekannten über deren Bedürfnisse herausgefunden haben. Dabei kristallisierten sich folgende Fragen heraus:

Hat der ÖPNV ein Informations- und Imageproblem?
Braucht es Verkehrsmittelerziehung für Erwachsene?
Müssen manche Orte (z.B. Brücken/ Haltestellen) komplett neu gedacht und geplant werden?

Auf Basis der gesammelten Erfahrungen und Beobachtungen entwickelte die Gruppe 3 Personas, die die identifizierten Nutzerbedürfnisse idealtypisch abbilden und erste Handlungsfelder skizzieren:

Luisa, Robert und Esmeralda: Wege durch die Stadt

Den detaillierten Bericht zum Themenfeld MOBILITÄT aus UrbanLab #2 können Sie hier herunterladen.
UrbanLab#3
Im UrbanLab#3 hat die Gruppe zunächst Beobachtungen an zwei Mannheimer Brücken zum Fuß- und Fahrradverkehr und ein weiteres Gespräch ausgewertet. Die Ergebnisse führten zu einer neuen Persona Anne. Die 29-jährige Innenstadtbewohnerin macht fast alle Wege zu Fuß oder mit dem Rad, obwohl sie Radfahren in Mannheim als unsicher empfindet. Für die Ideengenerierung wurden anschließend vier Leitfragen erarbeitet:

Wie können wir zu einer gerechten Aufteilung von Straßenraum kommen?
Wie können wir die flexible und einfache Nutzung und Kombination alternativer Mobilitätsangebote ermöglichen?
Wie können wir Raum für Privatsphäre im öffentlichen Verkehr schaffen?
Wie können wir an den Emotionen der Autofahrer*innen ansetzen und eine Imageveränderung herbeiführen?

Ideen wurden v.a. zur ersten Leitfrage gesammelt. Sie reichten von baulichen Lösungen bis hin zu Maßnahmen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Drei der Ideen hat die Gruppe gemeinsam mit den Gästen durch Prototypen erfahrbar gemacht. So visualisierten sie zum Beispiel ein Stufenmodell für „die autofreien Quadrate“.
 Im UrbanLab#4 möchte die Gruppe noch weitere Ideen, u.a. im Bereich Tickets, Tarife und Apps weiterentwickeln und konkretisieren.
 Den detaillierten Bericht zum Themenfeld MOBILITÄT aus UrbanLab #3können Sie hier herunterladen.
UrbanLab#4
Die Ideen aus dem vergangenen UrbanLab – die autofreien Quadrate in Kombination mit der Imagekampagne „Mehr Platz zum Leben“ sowie die Fahrradautobahn – wurden erneut reflektiert und diskutiert. Zusätzlich wurde die Idee eines Shuttle-Service entwickelt, welcher vergleichbar mit dem System des Dolmuş eine bessere Anbindung der Randgebiete an die Innenstadt sicherstellen soll. Bei den Ideen steht klar die Förderung klimafreundlicher Verkehrsarten im Vordergrund, dies wird jedoch auch in hohem Maße als soziale Innovation verstanden und erarbeitet.
Beim Prototyping wurde daher die Idee der autofreien Quadrate in Form einer schrittweisen Umsetzung weiter verfolgt. So soll der ‚Langsamverkehr‘ gestärkt und Bewusstsein für andere Nutzungsmöglichkeiten des Straßenraumes geschaffen werden.
Ziel ist des Prototypings und Testings war es:
• zu zeigen, wie Straßenraum alternativ gestaltet werden könnte und dies erfahrbar zu machen,
• zusammen mit Anwohner*innen und Gewerbetreibenden Ideen für Alternativen zum Pkw zu entwickeln, um die Erreichbarkeit der Quadrate und einen bequemen Einkauf weiterhin sicherzustellen und diese Alternativen zu kommunizieren.

Autofreie Innenstadt: Platz zum Leben

Insgesamt fand die Idee positiven Zuspruch; als größte Barriere wurden möglicherweise dann zu lange Fußwege angegeben sowie die erwartbaren Vorbehalte der Gewerbetreibenden vor Ort. Hinweise erhielt die Gruppe u.a. zur Verbindung des Testraums mit angrenzenden Räumen sowie zu ähnlichen Projekten u.a. in Kiew /Ukraine und zu neuartigen Formen des Lieferverkehrs in Korea.

Zu ihren Ergebnissen hat die Gruppe MOBILITÄT vom Projektbeirat folgendes Feedback bekommen:

Feedback Projektbeirat

Den detaillierten Bericht zum Themenfeld MOBILITÄT aus UrbanLab #4 können Sie hier herunterladen.
UrbanLab#5
Bei der Reflektion der ersten Reaktionen beim UrbanLab#4 auf das Papp-Modell einer autofreien Straßenumnutzung wurde deutlich, dass die Idee der autofreien Quadrate und das schrittweise Vorgehen mit temporären Maßnahmen ein geeigneter Weg sind, andere Formen der Raumaufteilung und Nutzung öffentlicher Räume zu erproben und ins Bewusstsein zu heben.
Im Testing wurden u.a. die Bedeutung des temporären Vorgehens für die Akzeptanz sowie das flexible Eingehen auf funktionale Raum-Aspekte beispielsweise in Einkaufs- oder Wohnquartieren positiv eingeschätzt. Als negative Punkte wurden u.a. die zu erwartenden großen Widerstände sowie mögliche Verkehrsverlagerungen durch temporäre Schließungen genannt. Offene Fragen stellten sich u.a. zur Funktionalität von Lastenrädern, zum konfliktfreien Zusammenspiel von Fuß- und Radverkehr und zum Anwohnerparken.
Zudem konnte eine Vielzahl neuer Ideen und Anknüpfungspunkte gesammelt werden. Sie reichen von konkreten neuen Ideen für Interventionen in Wohnstraßen und neue Interventions-Orte im Innenstadtbereich samt möglicher Event-Angebote über Vorschläge für eine funktionierende Logistik per Lastenrad bis zu Konfliktlösungen für den Fuß- und Radverkehr.

Mobile Elemente für die Gestaltung autofreier Räume

Als Ergebnis des Testings soll der Prototyp in zwei Richtungen weiterentwickelt werden:
  • Es soll ein Video mit 3D-Modell entstehen, um zu zeigen „so soll es werden“ bzw. „so könnte es aussehen“ – möglicherweise unter Rückgriff auf Bild- und Videomaterial von Monnem Bike.
  • Es sollen konkrete Ideen für mobile „Bespielungselemente“ erarbeitet werden, um diese im Frühjahr 2018 auf die Straße zu bringen.
Den detaillierten Bericht zum Themenfeld MOBILITÄT aus UrbanLab #5 können Sie hier herunterladen.
UrbanLab#6
Für das öffentliche Testing am 13. April 2018 hat das Team gemeinsam mit Gästen aus Mannheim und Nürnberg ausgearbeitet, wie die Umnutzungsmöglichkeiten durch „Bespielungselemente“ für Passant*innen erlebbar werden können.
Dazu sollen am Mannheimer Marktplatz parallel mehrere Aktionen stattfinden:
  • Die Aktion „Straßenräume neu denken“ macht in Form einer Collage eine mögliche Zukunftsvision der Kunststraße erlebbar: So könnte sie aussehen, die Straße ohne Autos…
  • Eine Ausstellung mit Vorher-Nachher-Beispielen von Straßenumgestaltungen aus anderen Städten vermittelt, wie sich Straßenräume zum Positiven wandeln können.
  • Auf einem Plakat können Passant*innen ihre Wünsche und Kritik zur Situation in den Quadraten – der Mannheimer Innenstadt – mitteilen.
  • Das interaktive Element: „Gestalte die Kunststraße!“ ermöglicht, mithilfe eines großformatigen Luftbilds der „leeren“ Straße  und vorbereiteten, „mobilen“ Bespielungselemente in Form von „Memory-Spiel-Karten“ oder Spielfiguren eigene Vorstellungen für eine alternative Straßengestaltung zu verorten.
Darüber hinaus sollen in der Kunstraße zu verschiedenen Zeitpunkten Beobachtungen zur konkreten Straßennutzung durchgeführt werden. Nähere Informationen zum Testingkonzept der Gruppe MOBILITÄT finden Sie im Kurzbericht.

 

UrbanLab#7
Die Gruppe MOBILITÄT hat beim öffentlichen Testing im April am Mannheimer Marktplatz die Aktion ‚Menschen² – Straßen neu denken‘ vorgestellt und diese Aktion im Juni bei ‚MONNEM BIKE – das Festival‘ wiederholt.
In Form einer Collage und später auch eines Videomodells wurde eine mögliche Zukunftsvision der Kunststraße, einer verkehrsbelasteten Straße in der Mannheimer Innenstadt, erlebbar: So könnte sie aussehen, die Straße ohne Autos… Zudem vermittelte eine Ausstellung mit Straßenumgestaltungen aus anderen Städten, wie sich Straßenräume zum Positiven wandeln können.
Zwar waren aufgrund des schlechten Wetters wenige Menschen unterwegs, aber diese Passanten haben wertvolles Feedback gegeben:
  • Die angesprochenen Konflikte zwischen motorisiertem und nicht-motorisiertem Verkehr sowie die Verkehrsbelastung insgesamt weisen auf die vorhandenen Raumkonflikte hin.
  • Gewünscht werden mehr Freiflächen und Grün, mehr kostenfreie Parkplätze sowie mehr Raum für Fuß- und Radverkehr.
Konkret angesprochen wurden:
  • die Straßenraumaufteilung in der Kunststraße bis hin zur völligen Wegnahme öffentlicher Parkplätze
  • die Vernetzung des öffentlichen Verkehrs mit attraktiven Park&Ride-Angeboten
  • attraktive neue Mobilitätsangebote wie Fahrradrikschas und Lastenräder
  • die Einbeziehung anderer Straßen in weitere Umgestaltungsplanungen mit dem Ziel einer erhöhten Aufenthaltsqualität
Der Lösungsansatz, mit einem Videomodell oder einer Collage alternative Straßennutzungen zum bislang dominierenden Autoverkehr erlebbar und verhandelbar zu machen, hat insgesamt sehr gut funktioniert.

Menschen² - Straßen neu denken

Den detaillierten Bericht zum Themenfeld MOBILITÄT aus UrbanLab#7 können Sie hier herunterladen.
UrbanLab#8
Bei der Geschäftsmodellentwicklung im Juli 2018 stand für die Gruppe MOBILITÄT v.a. die Frage des künftigen Initiators temporärer Umnutzungsaktionen von Straßenräumen im Zentrum, konnte jedoch noch  nicht abschließend geklärt werden.
Das Geschäftsmodell:
  • Mehrwert/Nutzen: Autofreie Straßenräume steigern die Aufenthaltsqualität und Ladeninhaber gewinnen potenziell neue Kunden.
  • Nutzergruppen: Anwohner*innen und Gewerbetreibende der Straße, Bewohner*innen Mannheims, Besucher*innen von außerhalb
  • Kanäle: Die Ansprache der Nutzergruppen erfolgt über alle Kanäle einer politischen Kampagne, wie temporäre Interventionen, Anwohneraktivierung, Veranstaltungen, Social Media, Informationsmatrerialien
  • Beziehungen: Während Anwohner*innen und Gewerbetreibende aktiv in Vor- und Nachbereitung der Aktionen eingebunden sind, werden Bürger*innen während der Aktion beteiligt und Besucher*innen eher indirekt erreicht.
  • Einnahmen: Neben möglichen Spendeneinnahmen werden nicht-monetäre Werte generiert; außerdem könnte die Stadt Sondernutzungsgebühren einziehen und ggf. erhöhte Gewerbesteuereinnahmen erreichen.
  • Schlüsselressourcen: Zeit und Personal für die Koordination.
  • Schlüsselaktivitäten: Diese beinhalten die zur Umsetzung einer Aktion erforderlichen Schritte.
  • Schlüsselpartner: Stadt oder Nachbarschaftsinitiative als möglicher künftiger Betreiber, abhängig davon jeweils spezifische Konstellationen aus z.B. Interessengemeinschaften, städtischen Fachbereichenn, Bezirksbeiräte/Gmeinderäten, Mobilitätsdienstleistenden, Kommunikationspartnern, Verbänden, Klimaschutzleitstelle etc.
  • Ausgaben: Personal, Kommunikation, Besuch und Organisation von Veranstaltungen, temporäre bauliche Maßnahmen, Instandhaltung.

Business Canvas für Menschen² - Straßen neu denken

Durch den Bau eines 3D-Modells wurde anschließend die Notwendigkeit einer starken Vernetzung der aktiv in die Aktion einzubindenden Akteure deutlich sowie die Wichtigkeit einer starken Projektleitung dafür.
Als nächster Schritt zur Umsetzung muss die Frage des künftigen Initiators dieser Aktionen geklärt werden.
Dendetaillierten Bericht zum Themenfeld MOBILITÄT können Sie hier herunterladen..
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