UrbanLabs

Stadtentwicklung, die nicht künstlich erdacht, sondern von Bewohnerinnen und Bewohnern gemacht wird – das ist Urban Design Thinking.
In der Universitätsstadt Mannheim entwickeln hochqualifizierte Migrant*innen in neun UrbanLabs Lösungen für das Mannheim von morgen – eine Stadt, die ressourceneffizient, sozial ausgewogen, wirtschaftlich prosperierend und kulturell vielfältig ist. Die Arbeit in den UrbanLabs folgt der Methode des Urban Design Thinking, einem kreativen Workshop-Prozess, in dem kollaborativ urbane Innovationen entwickelt werden. Was genau bedeutet das?
  • In den UrbanLabs wird in kleinen Gruppen zu verschiedenen Themen gearbeitet, die von den Teilnehmer*innen für die nachhaltige Entwicklung Mannheims als wichtig erachtet werden. Ausgangspunkt der Arbeit sind jeweils die räumlichen Lebenswelten und Bedürfnisse der Mannheimer Bevölkerung.
  • Zu konkreten Herausforderungen werden Lösungen erarbeitet, die den Menschen nützen und zugleich technologisch machbar sowie wirtschaftlich tragfähig sind. Hierfür werden relevante Vertreter*innen der Kommune, lokalen Wirtschaft und Wissenschaft mit eingebunden.
  • Die UrbanLabs bilden dabei einzelne Schritte eines mehrstufigen Prozesses, der dazu dient, Bedarfe zu identifizieren und Lösungen von der ersten Idee bis zur Umsetzungsreife voranzubringen. Dabei werden Ideen getestet, verworfen, neu gedacht und auf diesem Weg weiter entwickelt.
1.UrbanLab „Empathize“ – Themen bestimmen
Um was und um wen geht es?
In der Phase “Understand & Empathize” konkretisieren die Teilnehmer*innen zunächst ihr Verständnis des gemeinsamen Arbeitsthemas. Anschließend identifizieren sie erste mögliche Nutzergruppen. Um deren Bedarfe und Probleme zu verstehen, treten die Teilnehmer*innen in Austausch mit der Bevölkerung und setzen sich mit bestimmten Räumen in der Stadt auseinander. Im Steckbrief sind die Ergebnisse zusammengefasst.
2.UrbanLab „Observe and Define“ – Aufgaben definieren
Was sind die Bedarfe der Nutzer und wie können wir diese aufgreifen?
Im zweiten Schritt werden die Bedarfe der Nutzer*innen innerhalb der fünf Themenfelder bestimmt. Die Teilnehmer*innen festigen ihr Verständnis über die Nutzer*innen und hinterfragen ihr eigenes Verständnis über die Stadt. Sie entdecken Aktionsfelder und Handlungsmöglichkeiten und halten diese in Geschichten fest, die anschaulich und leicht verständlich sind. Im Steckbrief sind die Ergebnisse zusammengefasst.
3.UrbanLab „Ideate“ – Ideen finden
Welche Lösungen sind vorstellbar?
Die Phase „Ideate“ dient dazu, erste Lösungsansätze zu entwickeln. Diese werden immer an den identifizierten Bedarfen und Zielgruppen gespiegelt. Ein Rapid Prtotyping hilft, die Ideen durchzuspielen. Ergebnis: Die vielversprechendsten Ansätze werden für das Prototyping im nächsten Urban Lab ausgewählt.Ein knapper Überblick findet sich im Steckbrief.
4.UrbanLab „Prototype“ – Lösungen entwickeln
Wie könnte eine Lösung funktionieren?
Das Prototyping dient dazu, ausgewählte Lösungsvorschläge und ihre Umsetzungsmöglichkeiten weiter zu konkretisieren. Als Ergebnis dieses Labs werden die TeilnehmerInnen, aber auch die Stadtgesellschaft, mit Hilfe der Prototypen in die Lage versetzt, die entwickelten Lösungen aktiv in ihrem Gebrauch zu testen bzw. Anwendungen anschaulich durchspielen. Die Ergebnisse im Überblick stehen im Steckbrief.
5.UrbanLab „Test“ – Lösungen testen
Was könnte noch besser funktionieren?
Beim Testen der Prototypen in einer praktischen Anwendung werden mögliche Fallstricke der prototypischen Lösungen identifiziert. Ergebnis: Lösungen werden ausprobiert, weitergedacht oder verworfen, neue Ansätze werden entwickelt. Einen knappen Überblick bietet der Steckbrief.
6.UrbanLab „Prototyp II
Womit wird eine Lösung umsetzungsfähig?
Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Testphase werden aufgegriffen, die Prototypen werden überarbeitet und geschärft. Ergebnis: Es entstehen erfolgversprechende Produkte, Verfahren oder umsetzungsfähige Instrumente, Strategien und Gesamtkonzepte. Der Steckbrief bietet dazu einen Überblick.
7.UrbanLab „Test II“
Funktioniert die Lösung im realen städtischen Raum?
Mit den weiterentwickelten Prototypen geht es nun raus in die Stadt, um die Lösungen in ihren spezifischen räumlichen Kontexten zu testen. So können wichtige Hinweise zu den Funktionalitäten der Prototypen und Lösungen gesammelt und durch Gespräche mit den Ziel- und Nutzergruppen auch erneut überprüft werden, ob die Bedarfe richtig eingeschätzt wurden. Die Ergebnisse im Überblick finden Sie im Steckbrief.
8.UrbanLab „Business Model“
Wer trägt die Lösung, bringt sie auf den Markt bzw. setzt sie um?
Beim Business Modelling werden die entwickelten Lösungen mit Träger- und Geschäftsmodellen unterlegt. Hierfür werden gezielt relevante Akteure mit eingebunden. Denn Ziel des Urban Design Thinking Prozesses ist es, implementierbare Instrumente, Strategien und Konzepte zu generieren. Die Ergebnisse im Überblick finden Sie im Steckbrief.
9.UrbanLab „Test III“
Wie können die Lösungen und ihre Träger- und Geschäftsmodelle finalisiert werden?
Im letzten UrbanLab werden die Lösungen zusammen mit ihren ausgearbeiteten Träger- und Geschäftsmodellen der Öffentlichkeit vorgestellt und ein letztes Mal Feedback dazu eingeholt. Basierend auf diesem Arbeitsstand und dem Feedback werden die Lösungen nun für eine mögliche Umsetzung vorbereitet.
Einen Überblick über den Urban Design Thinking Prozess in Mannheim bietet der Steckbrief.
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