Jetzt im Video! Impressionen zu den Test-Aktionstagen

<>Für alle, die im Juli in der Mannheimer Neckarstadt-Ost nicht dabei sein konnten: Im Video lässt sich noch einmal nacherleben, wie die Besucherinnen und Besucher bei den beiden Aktionstagen die Lösungsideen für ein klimaresilientes und lebenswertes Stadtquartier kennenlernen und erproben konnten. Dazu hatten die Aktiven aus dem Projekt Migrants4Cities in drei Räumen Prototypen aufgebaut: im Wohnumfeld Neckarstadt-Ost, an der Langen Rötterstraße und dem Platz vor der Uhlandschule. Bei gutem Wetter und mit Hygienekonzept haben mehrere Hundert Besucherinnen und Besucher ihr Feeddback gegeben – und helfen so, die Lösungsansätze zu verbessern und weiterzuentwickeln.

Gute Laune gabs auch – wie im Video von Andreas Henn zu sehen und zu hören ist!

Endlich testen: UrbanLab#3 in der Neckarstadt Ost

Am 16. und 17. Juli 2021 war es endlich soweit: Im Rahmen des UrbanLab#3 fand an diesen zwei Tagen bei bestem Wetter das Testing in der Neckarstadt-Ost in Mannheim statt. Nach letzten Vorbereitungen und mit Unterstützung verschiedener Mannheimer Institutionen wurden in den drei Pilot-Räumen im Quartier die zuvor in den Teams entwickelten Ideen getestet.

  • Kann die Lange Röttertraße zu einer Flaniermeile werden?
  • Wie verbessert ein Ort der Begegnung am Clignetplatz die Lebensqaulität im eng bebauten Wohngebiet?
  • Lässt sich der (Park)Platz an der Uhlandschule besser als Freizeitplatz für alle Generationen nutzen?

Mehrere hundert Menschen besuchten über die zwei Tage die drei Räume, natürlich begleitet durch ein Hygienekonzept. Dort konnten sie erleben, ausprobieren und bewerten, was sich die Teilnehmer:innen der Urban Labs zuvor ausgedacht und prototypisch im Stadtraum auf die Straße bzw. die Plätze gebracht hatten. Mehr Informationen und eine Diashow finden Sie hier.

Raum für Begegnung – sehr erwünscht!

Einige Erkenntnisse des Testings waren schnell offenkundig. So wurde der am Clignetplatz für Autos gesperrte Straßenabschnitt im Nu von Anwohnenden vereinnahmt – ein eindeutiges Zeichen dafür, dass solche (konsum-)freien Räume in dichten Wohngebieten gebraucht werden. Kinder nutzten die freie Straße zum Tanzen, Eltern die nicht zugeparkten Bordsteine zum Sitzen. Zeigen, was möglich ist – dieses Ziel wurde am Clignetplatz eindrucksvoll erreicht. Auch in den anderen Räumen wurden die Ideen größtenteils begeistert aufgenommen. Deutlich wurde auch, dass die Themen Parkraum, Lärmbelastung sowie Befürchtungen bezüglich spezieller Nutzergruppen durch neue Aufenthaltsräume in die Weiterentwicklung einbezogen werden müssen.

Das Testing ist Teil der Methode Urban Design Thinking. Dabei wird überprüft, ob die entwickelten Lösungen überhaupt die Bedarfe der Menschen erfüllen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Lösungen auch wirklich bedarfsorientiert sind. Außerdem können beim Testing neue Erkenntnisse gesammelt und diese dann im Nachhinein in die Lösungen eingearbeitet werden.

Genau das ist jetzt die Aufgabe des Teams: die Lösungsansätze weiterzuentwickeln und außerdem neue Unterstützer:innen und wichtige Entscheider:innen aus Politik und Verwaltung in die Umsetzung einzubinden. Im ersten Schritt wird dazu das gesammelte Feedback ausgewertet und in einer Dokumentation veröffentlicht.

Übrigens: Auf dem Beteiligungsportal der Stadt Mannheim können Sie uns auch weiterhin Ihre Meinung, Kommentare und Anregungen zu den Lösungsansätzen mitteilen. Wir freuen uns!

Unser riesengroßes DANKESCHÖN für tatkräftige Unterstützung geht an:

  • die Uhland-Werkrealschule Mannheim, die Werkzeug und Arbeitsflächen großzügig zur Verfügung stellte
  • die Werkstatt des Nationaltheaters Mannheim und ihre tatkräftige Unterstützung beim Bau der Stadtmöbel
  • den Stadtteilservice Mannheim für die Unterstützung in Sachen Logistik und beim Bau von Prototypen
  • die Stadtgärtnerei Mannheim, die Unmengen von Blumen und Pflanzen in unsere Hände gegeben hat
  • das Quartiersmanagement Herzogenried für die Leihgabe von Outdoor-Möbeln sowie
  • die Hochschule Mannheim, die für den Lösungsansatz an der Uhlandschule ein umfassendes digitales 3D-Modell und beim Testing gezeigt hat

Dank Ihrer Hilfe haben wir schaffen können, was für die Transformation urbaner Räume enorm wichtig ist: Veränderungen im öffentlichen Raum erlebbar machen – gern zunächst einmal temporär.

 

UTC 2021: Einladung zum Rundgang durch die Neckarstadt Ost

Was braucht es für einen lebenswerten Stadtteil, in dem sich die Menschen wohlfühlen und der sich den Herausforderungen der Zukunft stellt? Im Projekt Migrants4Cities haben Bürger*innen, Akteur*innen vor Ort und Vertreter*innen der Stadt für die Neckarstadt Ost gemeinsam Ideen zu diesen zentralen Fragen entwickelt. Ihre Lösungsansätze teilen sie im Rahmen des UTC 2021 beim Urban Lab 16 direkt vor Ort.

Zu sehen sind die “Ideen für Klimaresilienz und Aufenthaltsqualität” prototypisch bei einem zweistündigen Rundgang durch das Quartier am Samstag, 17. Juli 2021 von 14.00 bis 16.00 Uhr. Wir starten am Clignetplatz (68167 Mannheim).

Während des Rundgangs erfahren die Teilnehmer*innen in kurzen Inputs Wissenswertes zu aktuellen Themen wie Flächengerechtigkeit und die Anpassung von Städten an den Klimawandel. Außerdem können die Teilnehmer*innen die im Projekt entwickelten Ideen ausprobieren und auch selber eigene Vorschläge machen. Beim Spaziergang sind keine Treppen zu überwinden.

Also: Herumspaziert, Hereingehört und Mitgemacht! Wir freuen uns auf Sie!

Hier können Sie sich für die Teilnahme vorab registrieren.

Audiowalk “Perspektive Neckarstadt Ost”: In elf Stationen neue Perspektiven er-hören

Am 16./17. Juli findet das dritte UrbanLab zur Verbesserung der Klimaresilienz und Aufenthaltsqualität min der Neckarstadt-Ost statt. Doch bereits seit heute gibt es ein zusätzliches Online-Angebot: Den Audiowalk „Perspektive Neckarstadt-Ost“. Der Audiowalk lädt Mannheimer:innen und Besucher:innen zu einem Spaziergang durch die Neckarstadt-Ost ein, mit elf Stationen auf dem Weg. An den Stationen kann jeweils eine Audiodatei abgespielt werden, in denen es Überraschendes und Spannendes über den Stadtteil, seine Straßen und Plätze und deren Nutzung zu hören gibt. Die Themen sind dabei unter anderem das Stadtklima, Nutzungs- und Aufenthaltsqualität sowie Fragen der Gerechtigkeit in Bezug auf den Flächenverbrauch.

Der Audiowalk ergänzt damit das Testen der Lösungen, die am 16./17. Juli in der Neckarstadt-Ost aufgebaut werden, um Feedback von Anwohner*innen und allen Interessierten zu sammeln. So stehen im Audiowalk weniger die entwickelten Ideen im Vordergrund, sondern vielmehr die Herausforderungen und Potenziale in der Neckarstadt-Ost, die den entwickelten Ideen zu Grunde lagen. Der Stadtteil gilt bspw. als besonders hitzeempfindliches Stadtgebiet.

Der Spaziergang dauert rund 1:15 Stunden, dabei beträgt die reine Hörzeit der Audiosequenzen ca. 35 Minuten. Für die Wege zwischen den Stationen benötigt man ebenfalls rund 35 Minuten. Der Weg ist barrierearm gestaltet. Aber natürlich können Sie den Audiowalk auch bequem vom Sofa aus machen! Ganz egal ob vor Ort oder von zu Hause aus: Sie können durch den Audiowalk sicher einige spannende neue Perspektiven er-hören. Viel Spaß dabei!

Und hier geht es direkt zum Audiowalk!

Die Stadt der Zukunft mitgestalten: Workshop für Schüler:innen beim Young Waterkant Festival

Migrants4Cities macht Schule! Das Team von der TU Berlin, insar consult und inter 3 unterstützt den Verein SEEd bei einem Online-Workshop zur “Stadt der Zukunft” speziell für Schüler:innen. Der Workshop hat im Rahmen des Young Waterkant Festivals am 15. Juni 2021 stattgefunden. In 90 Minuten haben die Schüler:innen für das, was sie an Stadt besonders nervt, eigene Visonen für bessere Lösungen erarbeitet.

Nach einer Einführung in die “Stadt der Zukunft” durch Simon Mohn von Reinventing Cities führten Marcus Jeutner (insar consult) und Kilian Flade (TU Berlin) durch knackige 60 MInuten Urban Design Thinking. Gearbeitet wurde dabei mit einer verkürzten Version des Urban Design Thinking-Ansatzes, der im Projekt “Migrants4Cities” Anwendung findet.

In Kleingruppen von 3 – 5 Personen haben die Schüler:innen Lösungen zu den Themen “Fortbewegen”, “Freizeit” und “Wohnen”  entwickelt und anschließend vorgestellt. Eine Box mit Prototyping-Material bekamen die Klassen vorher zugeschickt. An dem digitalen Workshop konnten Klassen aus ganz Deutschland teilnehmen. Insgesamt waren rund 140 Schüler:innen aus sieben Klassen beteiligt. Eine Gruppe möchte ihre Ideen für die Neugestaltung eines zentralen Platzes in ihrem Ort nun sogar an ihre Stadtverwaltung herantragen. 

Zum Hintergrund: SEEd ist ein an der Universität Flensburg und der Fachhochschule Kiel entwickelter Lernansatz zur Stärkung der Innovations- und Gründerkultur. Mit Bildungsprojekten an Schulen werden junge Menschen dazu motiviert und empowered, für die drängenden ökologischen und sozialen Herausforderungen Lösungen zu entwickeln. Und zu erleben, was sie selbst dafür tun können. Getreu dem Motto Machen ist wie wollen – nur krasser. SEEd ist dabei nicht nur in Schleswig-Holstein aktiv, sondern auch in Baden-Württemberg.

Mehr Informationen zu SEEd und zur Veranstaltung gibt es hier.

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