Neuer Fachartikel: Stadtgestaltung als demokratischer Prozess

  Ob Verkehrskonzept, Quartiersentwicklung oder Nachverdichtung: Die Bedeutung von Bürgerbeteiligung ist für eine erfolgreiche Stadtentwicklung essentiell. Allerdings werden v.a. in formellen Beteiligungsverfahren die Möglichkeiten zur Beteiligung nur wenig bzw. unvollständig wahrgenommen. Und so entstehen Aufmerksamkeit und Protest oft erst dann, wenn Planungsverfahren weit fortgeschritten und kaum noch rückholbar sind. Und die Bürger:innen empfinden, dass ihre Stimme nicht zählt, fühlen sich von ‘der Politik’ übergangen.

Die ko-kreative Methode Urban Design Thinking und die gezielte Ansprache häufig unterrepräsentierter Gruppen sind zwei Ansätze, um dem gezielt entgegenzuwirken − mit Erfolg wie die Mannheimer Erfahrungen zeigen.

Hierüber berichten Claudia Möller von der Stadt Mannheim und ihre Mitautor:innen im Beitrag “Migrants4Cities in Mannheim. Gemeinsame Stadtgestaltung als demokratischer Prozess”, der soben im Forum Wohnen und Stadtentwicklung des vhw erschienen ist.

Die aktuelle Ausgabe können Sie hier herunterladen.

Das Neckarstadt Ost Malbuch: Bunt und kreativ durch die Feiertage

Seit einigen Jahren erfreuen sich Malbücher für Erwachsene einer immer größer werdenden Beliebtheit. Das Team vom Projekt „Migrants4Cities“ hat für die bevorstehenden Feiertage nun ein solches Malbuch (nicht nur) für Erwachsene gestaltet: “Das Neckarstadt Ost Malbuch”. Dort sind alle im Projekt entwickelten Ideen sowie die ihnen zu Grunde liegenden Bedarfe enthalten. Die Pläne und Skizzen laden zum Ausmalen ein − und an vielen Stellen können auch noch eigene Ideen ergänzt werden.

Auch ein kleiner Wettbewerb wurde ausgeschrieben: Wer eine oder mehrere Seiten ausgemalt hat, kann diese einscannen oder abfotografieren und bis zum 15.02.2022 an migrants4cities@mannheim.de senden. Unter den Einsendungen werden drei Bastelsets verlost.

Und nun Buntstifte geschnappt und los gehts mit dem Ausmalen. Das Malbuch können Sie sich hier herunterladen und anschließend ausdrucken.

Transfer: Crashkurs zur Mobilisierung spezieller städtischer Gruppen

Die nachhaltige Entwicklung von Städten und Gemeinden zur Sache aller Bürger:innen zu machen, ist ein wichtiges Ziel der Neuen Leipzig-Charta. Wie aber können Kinder & Jugendliche, berufstätige Mütter & Väter, sozial benachteiligte Menschen oder Migrant:innen – also andere als die “üblichen Verdächtigen” – dazu motiviert werden, sich in Stadtentwicklungsprojekten zu beteiligen?

Das haben wir bei “Migrants4Cities” mit einem ausgefeilten Mobilisierungskonzept, das auf Kompetenz und Wertschätzung setzt, ausprobiert. Es ist neben dem Urban Design Thinking als ko-kreativer Methode für die Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Bürger:innen und Fachleuten ein weiterer wichtiger Baustein für eine tatsächlich gemeinsame Stadtgestaltung. Die Erfahrungen werden jetzt in einem unaufwändig nutzbaren E-Learning-Modul für interessierte Städtepartner:innen aufbereitet.

Das Angebot steht voraussichtlich zum Jahresende zur Verfügung.

Time to say DANKE: Finissage zum Urban Design Thinking

Anwohner:innen der Neckarstadt-Ost, Migrant:innen, Gewerbetreibende,Themenpat:innen aus Verwaltung und Wirtschaft: Sie alle haben sich über ein Jahr, manche sogar über vier Jahre im Projekt “Migrants4Cities” engagiert. Also diskutiert, Ideen entwickelt, gebastelt, wieder diskutiert und ihre Ideen der Öffentlichkeit präsentiert. Denn genau das macht Urban Design Thinking aus! Nun ist der Design Thinking Prozess zu Ende und es ist Zeit sich zu bedanken und ein letztes Mal zusammen zu kommen. Im Neuen Technischen Rathaus wird in einer Hybridveranstaltung mit allen Beteiligten noch einmal zusammengearbeitet und ein Blick in die Zukunft geworfen. Wie geht es mit den Ideen für die Neckarstadt Ost weiter? Was ist schon auf den Weg gebracht? Und was nehmen wir aus der Zusammenarbeit mit? Und dann wird gefeiert…

Mehr Informationen zum Programm findet ihr in Kürze hier.

Migrants4Cities goes Eisenach

Auch für andere Städte ist der ko-produktive und integrative Ansatz der Stadtentwicklung, der im Projekt “Migrants4Cities” verfolgt wird, interessant. Beispielsweise für die Stadt Eisenach. Nach einer Vorstellung der Mannheimer Erkentnntisse und Erfahrungen beim Arbeitskreis Integrationsmanagement des Landes Thüringen im Sommer 2021 griffen die Eisensacher die Möglichkeit zum Wissenstransfer und Erfahrunsgaustausch gern auf.

Denn ob Quartiersentwicklung, Klimaschutz oder Integrationsmanagement: Gleich in mehreren Themenfeldern steht die Stadtverwaltung in den Startlöchern, um kreative und ergebnisorientierte Beteiligungsprojekte umzusetzen. In einem zweistündigen WebLab können interessierte Mitarbeiter:innen am 8. November 2021 nun das bei Migrants4Cities erprobte Mobilisierungskonzept und die Methode Urban Design Thinking kennenlernen und ausprobieren.

Bildquelle: Klaus Brüheim  / pixelio.de

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